Der S-Bahn-Haltepunkt Zschortau bekommt beidseitig eine neue, barrierefreie Park-&-Ride-Anlage. Nordsachsens Landrat Kai Emanuel und der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe vollzogen dafür am 14. Juli 2020 den ersten Spatenstich. Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), dessen Vorsitzender der Landrat ist, fördert Planung und Bau mit rund 230.000 Euro. Die weiteren Kosten tragen das Landesamt für Straßenbau und Verkehr und die Gemeinde Rackwitz.

An der Bahnhofstraße entstehen 28 Pkw-Stellflächen, zwei speziell für Behindertenfahrzeuge, vier Motorrad-Abstellplätze und ein Unterstand für 20 Fahrräder, davon vier für Kinder. An der Selbener Straße sind es 23 Pkw-Stellplätze, zwei für Behindertenfahrzeuge, vier für Motorräder und ein Unterstand für 19 Fahrräder, davon zwei für Kinder. Die P&R-Anlage wird auf beiden Seiten mit dem S-Bahn-Haltepunkt über einen jeweils 2,50 Meter breiten Gehweg verbunden. Zum Vorhaben gehören auch eine neue Beleuchtung und das Pflanzen von 16 Bäumen, neun an der Bahnhofstraße und sieben an der Selbener Straße.

In Zschortau hält die S-Bahn-Linie 2, die derzeit zwischen Dessau und Leipzig-Stötteritz im Halbstundentakt verkehrt. In 14 Minuten ist der Leipziger Hauptbahnhof erreicht, in 13 Minuten der Bahnhof Bitterfeld. Im Durchschnitt mehr als 530 Ein- und Aussteiger zählt die Bahn wochentags an diesem Haltepunkt. „Ob mit Fahrrad, Auto oder Bus: Wenn die Verbindung auf der sogenannten letzten Meile vom Bahnhof zum eigentlichen Zielort gut funktioniert, dann fällt vielen Menschen der Umstieg von der Straße auf die Schiene leichter“, so der ZVNL-Vorsitzende. „In einer Viertelstunde mit der S-Bahn von Zschortau mitten in die Leipziger City – das ist mit dem Auto nicht zu schaffen, von den Parkproblemen dort mal ganz abgesehen.“

 

Bildunterschrift

Kai Emanuel (l.) und Steffen Schwalbe beim ersten Spatenstich am S-Bahnhof Zschortau.

Foto. A. Bley