Spannende Jahre stehen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bevor. Von Dezember 2016 bis Ende 2019 beginnt in jährlich 19 bis 25 Netzen ein neuer Verkehrsvertrag – häufig mit neuen Betreibern. Dazu kommt noch der Sondereffekt der Übergangsverträge in Baden-Württemberg in diesem Jahr.

Doch nicht nur die Zahl der Betriebsaufnahmen ist beeindruckend, sondern auch das dahinterstehende Volumen an Zugkilometern. Mit über 95 Mio. Zug-km umfassen allein die Betriebsaufnahmen im Jahr 2018 fast 15 Prozent der gesamten Leistung im SPNV.

Während für die Verkehre bis 2019 die Betreiber meist schon feststehen, zeigt der Wettbewerbsfahrplan aber auch für die 20-er Jahre auf, dass der SPNV-Markt in Deutschland weiterhin sehr attraktiv bleibt. Bis 2030 werden dann jährlich zwischen 22 Mio. und 67 Mio. Zug-km neu vergeben – und das in bis zu 21 Verfahren pro Jahr.

Der aktuelle Wettbewerbsfahrplan zeigt für jedes Vergabenetz zudem noch u.a. die vorgesehene Laufzeit, die Art der Leistung (z.B. S-Bahn oder RE) und ob Neu- oder Gebrauchtfahrzeuge vorgesehen sind.

Je weiter in die Zukunft geschaut wird, umso spannender wird sicher auch die Frage sein, ob die bisher noch mit Dieselfahrzeugen vorgesehenen Vergaben letztendlich nicht bereits mit alternativen Antriebsarten ausgeschrieben werden können.

 

Mehr Informationen unter www.bag-spnv.de