Ausschreibung

Die Europäische Union hat im Rahmen des Welthandelsabkommens ihrer Verpflichtung i zur Vereinheitlichung der Vergabeverfahren in ihrem Geltungsbereich Richtlinien an die Mitgliedsstaaten der EU erlassen, wonach die Nationalstaaten ihre Vergabeverfahren diesen Regeln anpassen müssen. Regelmäßig werden somit in europaweiten Ausschreibungsverfahren neue Betreiber für Verkehrsleistungen ermittelt. Eine Ausschreibung stellt im engeren Sinne ein Vergabeverfahren nach VOL/A dar. Dieses Verfahren ist dem Grunde nach ein streng formalisierter Prozess mit definierter Kommunikation zwischen Ausschreibenden und Bietern mit klaren Zuschlagsbedingungen. Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr( SPNV) müssen aufgrund der Überschreitung von Schwellenwerten in der Regel europaweit ausgeschrieben werden, da für solche Verfahren die Regeln des „Government Procurement Agreement“ (GPA) gelten. Ziel der Ausschreibung ist es, mehr Wettbewerb im Personennahverkehr zu ermöglichen. Das wirtschaftlichste, d.h. nicht immer auch gleichzeitig das billigste Angeboterhält dann nach entsprechender Bewertung den Zuschlag. Somit kann gewährleistet werden, dass die Fahrgäste ein qualitativ hochwertiges Angebot zu möglichst geringen Kosten erhalten. Über letzteres freut sich der Steuerzahler.